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Verantwortungsvolles Zusammenleben mit Katzen

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Über menschlich/kätzisches Zusammenleben

Erst mal vorweg ...

Wenn man sich ein Kätzchen nach Hause holt, sollte man sich von vornherein darüber im Klaren sein, dass sich einiges ändern wird. Wie bei jeder Beziehung, die man eingeht, braucht man Geduld, Kompromissbereitschaft und Toleranz. Patentrezepte gibt es nicht - so wie jeder Mensch ist auch jede Katze ein Individuum mit eigenen Charakterstärken und -schwächen und ganz persönlichen Erfahrungen, die sie geprägt haben. Man kann also nicht alle Katzen über einen Kamm scheren. Was bei einer Katze gut geklappt hat, muß nicht zwangsläufig auch bei der anderen zum Erfolg führen.

Ich verstehe das Leben mit Katzen als "Miteinander". Auch versuche ich zu vermeiden, mich selbst als ihr "Besitzer" zu bezeichnen. Katzen sind lebende Geschöpfe und kein Geschöpf sollte von einem anderen "besessen" werden. Und obwohl ich manchmal scherzhaft behaupte, die Katzen besäßen mich, so ist das natürlich ebenfalls nicht zutreffend. Am ehesten würde ich mich vielleicht als "Cat Mom", also als Katzenmutti, bezeichnen, denn ich habe die Verantwortung für diese Geschöpfe in dem Moment übernommen, in dem ich sie "adoptiert" habe. Somit ist mir durchaus klar, dass die Tiere fortan auf meine Unterstützung und Fürsorge angewiesen sind und dass ich diejenige bin, die dafür sorgen muss, dass es ihnen bei mir gutgeht.

Übrigens: Das verspielte Verhalten vieler Katzen wird von Verhaltensforschern so erklärt, dass diese sich ihr kindliches Wesen auch im Erwachsenenalter bewahren - daher passt der Ausdruck "Katzeneltern" für die menschlichen Halter wirklich ziemlich gut.


Katze im Haus!

Sind die Katzen erst einmal ins eigene Haus oder in die eigene Wohnung gezogen, gehört dieses Zuhause fortan dem Menschen nicht mehr allein. Das bedeutet nichts anderes, als dass Mensch bereit sein muss, die eigenen vier Wände und alles, was sich darin befindet, mit dem neuen vierbeinigen Mitbewohner zu teilen. Für eine Katze - besonders für eine junge - ist ihr gesamtes Umfeld ein einziger, riesiger Spielplatz, den es zu entdecken gilt. An diesem Punkt ist Toleranz gefragt - gegenseitige Toleranz, wohlgemerkt. Mensch muss lernen, dass er - zumindest vorrübergehend - auf einige Dinge verzichten muss. So gilt es jetzt, das Haus katzensicher zu gestalten (Lesen Sie bitte hierzu "Gefahren im Haushalt). Auch bei der Wohnungseinrichtung muss Mensch jetzt so manchen Kompromiss eingehen: Wenn z. B. der Trockenblumenstrauß für Mieze einfach gar zu verlockend ist, hat man die Wahl, entweder zehnmal am Tag zerbröselte trockene Blätter aufzusaugen - oder aber man räumt den Strauß fort und stellt ihn an einem Ort auf, den die Katze nicht erreichen kann. Glauben Sie mir, ich weiß, wovon ich spreche... Aber auch Mieze muss einige Regeln lernen, damit die menschlich/kätzische Beziehung funktioniert. Kein Mensch mag zerkratzte Tapeten und Möbel sonderlich gern, aber im Normalfall lernen Katzen recht schnell, dass dies am Kratzbaum ebenso viel Spaß machen kann - doch hierzu mehr unter Strafe muß sein?.

Eine Katze, die mit Menschen unmittelbar zusammenlebt - sprich: in einer menschlichen Behausung - muss notgedrungen auf vieles verzichten, was normalerweise zum kätzischen Leben dazugehört; und sie muss sich immens anpassen! Da Katzen wahre Anpassungskünstler sind, fällt ihnen dies meist auch nicht schwer. Man kann es ihnen jedoch ein wenig leichter machen, indem man ihren natürlichen Vorlieben ein wenig entgegen kommt: Mit einer ausgedehnten Spielstunde zum Beispiel!


Menschlich/kätzische Freundschaft

Katzen und Menschen können sehr enge Freundschaften eingehen und eine intensive Bindung entwickeln. Katzen beobachten hierbei "ihre" Menschen meist sehr genau und wissen häufig über deren Stimmung und Seelenzustand besser Bescheid als der Mensch selbst! Auch ist es erstaunlich, wie viele verschiedene Worte der menschlichen Sprache Katzen erkennen und ihnen entsprechende Bedeutungen zumessen können. Ich habe gute Erfahrungen damit gemacht, in gleichen Situationen immer dieselben Worte/Redewendungen zu benutzen; die Katzen scheinen sich in diesem festgefügten Rahmen wohl zu fühlen und wissen stets genau, was ansteht.

Es heißt sogar, sie hätten das "Miauen" eigens konzipiert, um sich mit Menschen zu verständigen (lesen Sie hierzu mehr im Kapitel Menschlich/kätzische Kommunikation). Soviel Anpassung hat doch auch ein wenig Entgegenkommen unsererseits verdient, oder? Auch wir Menschen können lernen, unsere felinen Freunde besser zu verstehen. Es gibt mittlerweile bereits zahlreiche Ratgeber, die sich mit der Deutung der Körpersprache von Katzen befassen. Und auch ihre Stimmungen zu deuten und entsprechende Reaktionen somit besser zu verstehen ist mit ein bisschen Übung meist gar nicht mehr so schwierig: Das limbische System, also jener Teil des Gehirns, der für die Emotionen zuständig ist, ist bei Menschen und Katzen ganz ähnlich geartet. Somit ist die Gefühlswelt der Katze der unseren vermutlich sehr ähnlich - und das ist doch ein sehr ermutigender Gedanke, oder?